
Im Jugendbereich trat mit dem Luftgewehr zwar nur eine Mannschaft an, doch die toppte alles. Sijon Jebe und Kira Kurock von der SSG BooKuRiTra I hatten bereits im Vorkampf mit 806,7 Ringen das Toppergebnis des Tages geschossen. Auch im Finale waren sie nicht zu schlagen: Mit herausragenden 481 Ringen hatte das Jugendteam über 27 Ringe mehr als die Sieger im Erwachsenenbereich. Die erwachsenen Schützen zollten den Jugendlichen neidlos Anerkennung und bejubelten diesen tollen Erfolg.
Bei den Erwachsenen wechselte während des spannenden Finales öfters die Führung. Am Ende sicherte sich der SchV Elmenhorst (Anja Burmeister / Björn Witt) mit 453,4 Ringen den Meistertitel. Platz zwei ging an die SSG BooKuRiTra II (Andy Scheff / Anja Bidinger/393,6), gefolgt vom Scharbeutzer SV (Claudia Seide / Ole Seide), der mit 352,4 Ringen den dritten Platz belegte. Zuvor hatten sich diese drei Mannschaften im Luftgewehrbereich für das Finale qualifiziert: der SSC BooKuRiTra II als Vorkampferster (762,1 Ringe), der SchV Elmenhorst (761,8 Ringe) und der Scharbeutzer SV (756,0 Ringe).
Im Pistolenfinale lief es für den Vorkampfbesten (726), den PC Rendsburg (Svenja Rohwer / Viktor Deleske), hingegen nicht rund; das Duo landete mit 443,6 Ringen auf dem zweiten Platz und ging als Vizemeister vom Stand. Der zweitplatzierte SchV Rellingen (Sandra Klode / Timo Zimmermann/721) zeigte Nervenstärke: Er holte nicht nur den Vorsprung von 5 Ringen des PC Rendsburg auf, sondern zog mit insgesamt 447,7 Ringen vorbei und feierte den Meistertitel. Das Duo Christine und Ingmar Stempell (SchV Elmenhorst) kämpfte sich von Platz 4 im Vorkampf (693) im Finale auf den dritten Platz (382,2). Neben diesen drei Teams hatten sich im Vorkampf der Luftpistole auch der SSC Hemme (702) und die SpSch Fahrdorf (688) die begehrten Finaltickets gesichert.
Dass bei der Mix-Team-Meisterschaft nach den Qualifikationsrunden auch ein Finale geschossen wird, macht den Wettbewerb besonders interessant. Man merkte deutlich, wie sehr sich die Teilnehmer reinknieten. Das große Ziel war es natürlich, sich für das Finale zu qualifizieren – denn dort kann man sich selbst als Drittplatzierter des Vorkampfs noch ganz nach vorne kämpfen und den Landestitel gewinnen.
Die Besonderheit des Mix-Team-Wettbewerbs, der nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes (DSB) ausgetragen wird, besteht darin, dass jeweils ein männlicher und ein weiblicher Schütze gemeinsam an die Startlinie treten. Um sich überhaupt für die Landesmeisterschaft zu qualifizieren, mussten die Vereinsteams im Vorfeld einen Vorkampf auf Kreisschützenverbandsebene absolvieren, bei dem jeder Starter 40 Schuss abzugeben hatte.
Bei der Landesmeisterschaft qualifizieren sich dann die fünf besten Mannschaften für das Finale. Ein besonderes Augenmerk lag diesmal auf der Jugend: Die Nachwuchsschützen schossen gemeinsam mit den Erwachsenen, um wichtige Erfahrungen zu sammeln. Sie lernten dabei vor allem, die nötige Geduld in den Pausen aufzubringen und diszipliniert auf Ansage zu schießen.
In den ersten drei Finalrunden werden jeweils 5 Schuss in einer Zeit von 300 Sekunden absolviert. Danach folgt jeweils zweimal ein Einzelschuss in je 60 Sekunden auf Ansage, um Platz 5 und die nachfolgenden Ränge zu ermitteln. Erst mit dem 22., 23. und 24. Schuss entscheidet sich schließlich, wer sich den Meistertitel sichert und wer als Vizemeister vom Stand geht.
Während im Luftgewehr-Vorkampf bereits in Zehntelwertung geschossen wird, wird im Luftpistolen-Vorkampf auf Ringwertung geschossen. Im Finale wird in beiden Wettbewerben auf Zehntelwertung geschossen.
Die Landessportleitung würde sich freuen, wenn sich bei den nächsten Landestitelkämpfen noch mehr Vereine an diesem hochinteressanten Wettbewerb beteiligen würden.