
Für zahlreiche Jungschützen unseres Verbandes rückt die Deutsche Meisterschaft in München immer näher. Um bestens vorbereitet in die nationalen Wettkämpfe zu gehen, bot die Landesjugendleitung im LLZ Kellinghusen ein spezielles Vorbereitungstraining an.
Da es für einige Nachwuchsschützen die erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft ist, informierten die Landesjugendtrainer Andreas Berthold (KK und LG), Jürgen Scheer (Pistole) sowie Kimberley Lau und Kilian Barth (LG Schüler) zunächst über die Abläufe und Formalitäten in München: „Prüft eure Unterlagen wie Startbenachrichtigung, Schiedsgerichtsvereinbarung und Doping-Erklärung auf Vollständigkeit und Unterschrift.“
Für das KK-Training gab es von Andreas Berthold keine starren Vorgaben, da sich je nach Schützentyp unterschiedliche Schwerpunkte empfehlen:
Wettkampftypen, die unter Druck aufblühen, sollten wettkampfnah auf Ergebnisse trainieren.
Wer Startschwierigkeiten hat, beginnt am besten mit einem Startphasentraining.
Schützen, die Sicherheit brauchen, fokussieren sich auf das Trefferbild sowie den Wechsel zwischen Trocken- und scharfem Schuss. Das spannungsfreie Abziehen lässt sich ideal über Trockenschüsse festigen; ein kurzes Startphasentraining am Ende prüft die Technik unter Druck.
Da der Liegendanschlag sehr stabil ist, liegt der Fokus auf der Schulter- und Kopfhaltung, da diese das Sprungverhalten des Sportgerätes maßgeblich bestimmen.
Zum Training reisten auch die beiden Shooty-Cup-Schüler Tjalf Schöning und Aiden Wachowiak an. Da sie in ihrem Heimatverein auf Papierscheiben schießen, legte Jürgen Scheer den Schwerpunkt auf das Schießen auf elektronischen Anlagen. Um Sicherheit für den Endkampf des Shooty-Cups zu gewinnen, wurden die beiden gezielt darauf eingestimmt: „Der Schuss wird stets in Ruhe beendet, bevor der Blick auf den Monitor geht.“ Dadurch wird hektisches, zeitgleiches Abdrücken und Schauen vermieden.
Da nach dem Wettkampf vor dem Training ist, nutzte auch Nachwuchsschütze Marlo Jannig – aktuell ohne DM-Start – die Einheit zur Überprüfung seiner Technik. Da direkt vor den DM-Wettkämpfen keine gravierenden Änderungen mehr vorgenommen werden, gilt: Direkt nach der DM beginnen die Vorbereitungen für die kommenden 50 Wochen, um neue Bewegungsabläufe über den gesamten Jahrestrainingsverlauf stressfrei zu verinnerlichen.
Statt späten Materialänderungen standen mentale Stärke, Routine und Körpergefühl im Mittelpunkt von Kimberley Lau und Kilian Barth Um die eigene Halteruhe spüren zu lernen, schossen die Schüler u. a. ohne Schießkleidung. Das schrittweise Anziehen verdeutlichte anschließend eindrucksvoll die gewonnene Stabilität – ein gezielter Impuls, um das Selbstvertrauen in das eigene Können zu festigen.
Wichtig war, dass die Jungschützen ihre Abläufe optimieren. Zum Abschluss des Trainings wünschten die Landestrainer allen Nachwuchsschützen bei der DM viel Erfolg und dass sie ihr volles Potenzial abrufen können.