Eine Sportschützin visiert das Ziel mit ihrem Gewehr an
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September 6, 2026
Margrit Kunde

Wieder volles Programm am 4. LM Wochenende

Auf allen Ständen herrschte erneut Hochbetrieb. Neben sportlichen Höchstleistungen prägten Teamgeist und knappe Entscheidungen das Wochenende – oft entschied nur ein einziger Ring über die Medaillen. Neben bekannten Titelverteidigern gab es auch einige neue Gesichter ganz oben auf dem Podest.
Die sportlichen Highlights: Der amtierende Deutsche Meister des Vorjahres Joans Kofoed Hansen (SpSch Fahrdorf/Herren III) unterstrich eindrucksvoll das er zu den besten Schützen im Lande zählt. Mit der Luftpistole schoss er ein tolles Ergebnis von 375 Ringen und wurde seiner Favoritenstellung gerecht.
Im KK-Liegendkampf der Herren II schoss Mirco Viebrantz (SSV Kassau) mit 614,0 Ringen das höchste Ergebnis in dieser Disziplin und buchte damit – genau wie Joans Kofoed Hansen – souverän das Ticket für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften.
Eine Demonstration geschlossener Teamstärke lieferte die Mannschaft der Segeberger Bürgerschützen in der Klasse Junioren I weiblich ab. Das Trio, bestehend aus Lisa Helene Busack, Pia Marie Lewenhagen und Vivian Tragemann, präsentierte sich in Topform. Mit einem Gesamtergebnis von 1783,7 Ringen sicherten sich die drei Schützinnen nicht nur den Landesmeisterschaftstitel sondern auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.
Am Luftgewehrstand, der fest in der Hand des Nachwuchses war, zeigte sich der Zusammenhalt bei einer spontanen Rettungsaktion: Weil einem Schützen seine Hose nicht mehr passte, lieh ihm ein Kollege kurzentschlossen seine eigene. Trotz ungewohnter Ausrüstung holte der Jungschütze prompt Platz 2.
Während auf dem KK-Stand zeitgleich um die Titel in der 100-m-Auflage geschossen wurde, fordert die Sportpistole auf dem Großkaliberstand absolute Konzentration im Zweikampf aus Präzision (30 Schuss in 5 Minuten pro 5er-Serie) und Duell (30 Schuss, bei denen die Scheiben pro Serie fünfmal für nur 3 Sekunden sichtwerfen werden).
Dass es auf dem Großkaliberstand nie langweilig wird, zeigten schon die vergangenen Tage: Hatte in der Vorwoche noch Birgit Bruhn aufgrund ihrer Körpergröße so ihre liebe Mühe, die Fehlschüsse im weißen Bereich der Scheiben ganz oben abzukleben, gab es dieses Mal neue Herausforderungen. Nicole Behrens, die die Schießleitung auf dem einen Großkaliberstand innehatte, nahm es mit Humor, machte aber aus ihrem Herzen keine Mördergrube: „Ich hasse die Steckscheiben, die wollen immer nicht so reingehen“, kommentierte sie schmunzelnd den Scheibenwechsel.
Zusätzlich verlangte das Wetter allen Beteiligten alles ab. Es war an beiden Tagen extrem warm. Insbesondere der Samstag brachte eine regelrechte Hitzeschlacht mit Temperaturen von über 30 Grad und drückender Schwüle. Die Sportler trotzten den Bedingungen kreativ und kühlten Stirn und geschwollene Hände mit eiskalten Selterflaschen. Trotz dieser widrigen Bedingungen zeigten die Sportler herausragenden Einsatz.
Nach dem letzten Schuss war für das Organisationsteam um Landessportleiter Bernd Sinner noch lange nicht Feierabend. Ob Standaufsichten, Kampfrichter oder Auswerter: Nach dem offiziellen Teil hieß es für die vielen Helfer fegen, saugen, Messbänder tauschen und kleinere Reparaturen vornehmen. Meist bleibt das Team noch weit über eine Stunde nach Wettkampfende vor Ort. Ein riesiges Dankeschön gilt diesen ehrenamtlichen Helfern, ohne die eine solche Landesmeisterschaft nicht machbar wäre!

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