
Für Angelika Nolte vom SchV Quickborn-Renzel beginnt am 14. August das Abenteuer Weltmeisterschaft im österreichischen Eisenstadt. An diesem Tag macht sie sich auf den Weg in den Süden, wo sie am darauffolgenden Tag auf ihre DSB-Mannschaft trifft. Gemeinsam reist das Team anschließend weiter nach Österreich.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nach der Ankunft in Eisenstadt allerdings nicht, denn der erste Tag vor Ort ist straff durchgeplant: Direkt nach dem Eintreffen stehen die obligatorische Waffenkontrolle sowie der offizielle Trainingstag auf dem Programm. Dieser Tag ist für die Schützin von enormer Bedeutung, um das Material ein letztes Mal überprüfen zu lassen und sich an die Gegebenheiten der Stände vor Ort zu gewöhnen.
Sportlich wartet in Österreich ein echtes Mammutprogramm auf Angelika Nolte, bei dem sie ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen muss. Sie geht in drei völlig unterschiedlichen Disziplinen an den Start:
Perkussionsfreigewehr 100 m liegend: Die Königs- und Lieblingsdisziplin von Angelika Nolte, bei der auf 100 Meter höchste Präzision erforderlich ist.
Steinschlossgewehr 100 m: Eine enorme Herausforderung, bei der sowohl die verzögerungsfreie Zündung des Steinschlosses als auch der Wind auf 100 Meter perfekt berechnet werden müssen.
Perkussionspistole: Der Wechsel auf die Kurzwaffe auf der 25-Meter-Distanz, bei dem absolute Nervenstärke und eine saubere Visierung über Ring oder Fahrkarte entscheiden.
Im Vergleich zu den Landesmeisterschaften wird international ein 13-Schuss-Programm auf zwei Scheiben geschossen. Es gibt keine Probeschüsse – gewertet werden ausschließlich die zehn besten Schüsse.
Genau vor zehn Jahren hat sich die stets freundliche, fröhliche und positiv denkende Angelika Nolte schon einmal für die Weltmeisterschaft qualifiziert und dort Mannschaftsgold geholt.