Eine Sportschützin visiert das Ziel mit ihrem Gewehr an
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September 7, 2026
Margrit Kunde

4 × Edelmetall bei der DM Bogen für unsere Schützen

Mit je zwei Silber- und Bronzemedaillen kehrten unsere Bogenschützen von den Deutschen Bogenmeisterschaften in Berlin zurück.
Silber-Coup nach 34 Jahren Pause: Wie sagt man: Manche Leidenschaften rosten nie – sie warten nur auf den richtigen Moment. Das bewies Kirsten Holste (Seniorenklasse) von der SchGem Norderstedt bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft. Mit dem Gewinn der Silbermedaille (514) krönte sie ein Comeback, das sie selbst nicht für möglich hielt.
Bereits in den 90er-Jahren nahm sie fünfmal an der „Deutschen“ teil und holte zweimal Bronze mit der Mannschaft. Doch die berufliche Selbstständigkeit ließ ihr keine Zeit mehr für den Sport.
Der Funke sprang erst im Sommer 2024 wieder über: Inspiriert durch die Übertragungen der Olympischen Spiele in Paris 2024 packte sie der Ehrgeiz. „Ich habe gesagt, ich habe auch wieder Lust, anzufangen“, erinnert sie sich. Ihr alter Recurvebogen vom Dachboden diente dabei aber nur noch als Ausstellungsstück; für den Neustart bekam sie einen Leihbogen. Mittlerweile ist sie Rentnerin und hat im Bogenschießen die perfekte Beschäftigung gefunden. Auch ihr Ehemann hat Feuer gefangen, sodass beide das Hobby nun gemeinsam ausüben. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Schmalfeld kehrte sie wieder zu der SchGem Norderstedt, wo sie sogar noch alte Weggefährten von früher traf.
Dass sie es nach nur einem Jahr Training direkt wieder zur Deutschen Meisterschaft schaffte, kam für sie selbst überraschend. „Das Bogenschießen verlernt man wie das Fahrradfahren nicht, aber die Kondition und Kraft fehlen natürlich noch“, erklärt sie.
Obwohl sie gerade noch so in das Teilnehmerfeld „reingerutscht“ war, kämpfte sie sich fast bis in die Spitze vor. In einem spannenden Wettkampf sicherte sie sich schließlich den zweiten Platz. Während die Schützinnen die relative Ruhe bewahrten, war die Anspannung am Rand greifbar: „Unsere Männer als Zuschauer hatten wohl mehr Stress als wir“, schmunzelt die frischgebackene Vizemeisterin.
Markus Möhring vom SchV Bargteheide wurde seiner Favoritenrolle gerecht, denn auch er kehrte mit einer Medaille von Berlin zurück. Wie im letzten Jahr errang der Bargteheider mit dem Blankbogen mit 536 Ringen die Silbermedaille. Damit baut er seine Medaillensammlung bei Deutschen Meisterschaften auf sechs aus.
Nach zehn Jahren konnte Kay Rath (Senioren) vom 1. Kieler Bogenclub wieder eine DM-Medaille feiern, da er mit 499 Ringen die Bronzemedaille im Blankbogenwettbewerb gewann. Obwohl er etwas mit der Zugluft in der Halle haderte, und dadurch die Muskulatur auskühlte, reichte sein Ergebnis für das Podium.
Seit 25 Jahren schießt der Kieler Bogen und nimmt an Wettkämpfen in ganz Deutschland teil. Er gewann neben der DM-Medaille auch einen kompletten Medaillensatz beim AAC Archery in Halle an der Saale. Trotz eines persönlichen Haderns mit seinem Ergebnis (Ziel: über 510 Ringe) überwogen die Freude über die Qualifikation und den Medaillengewinn.
NDSB-Kaderschütze Emil Sperber (SV Mönkeberg) schaffte es auch wieder aufs Treppchen. Mit dem Recurvebogen schoss er exakt die gleiche Ringzahl von 568 Ringen wie bei den Landesmeisterschaften und sicherte sich damit die Bronzemedaille in der Jugendklasse. Trotz seiner noch recht kurzen sportlichen Laufbahn hat Emil damit schon seine vierte Medaille bei einer nationalen Meisterschaft errungen.
Weitere Top-ten-Platzierungen: Ganz knapp an einer Medaille schrammte Niklas Fabian Horn (Herren/Blankbogen) vom Schützenverein Bargteheide vorbei. Er erzielte mit 526 Ringen exakt das gleiche Ergebnis wie der Bronzemedaillengewinner Manuel Balzer (RH). kam jedoch aufgrund der geringeren Anzahl an geschossenen Zehnern auf den undankbaren vierten Platz.
Alina Knoch (Brunswiker SchG/Damen/Compoundbpgen) und DSB-Nachwuchsschützin NK 2 Tabea Ulka (VfL Tremsbüttel), die altermäßig noch in der Juniorenklasse ist, die aber in der Damenklasse starten muss, beendeten die Qualifikation als fünfte bzw. dreizehnte und qualifizierten sich damit für das Finale. Das Finalschießen beendete beide auf Platz neun.
Auch die NDSB-Jugendkaderschützen Jos Ove Gröger (1. Kellinghusener Bogenclub) und Jan-Henrik Bruhn (ATSV Stockelsdorf) überzeugten bei der Deutschen in der Jugendklasse. Jos Ove kam mit 556 Ringen auf den sechsten Platz und Jan-Henrik Bruhn traf 548 Ringe und kam damit auf den zehnten Platz.
Bei den Recurve-Bogenschützen konnten sich Marcel Jürgens (Hohner SV/559/5. Platz) und Stefan Bergfeld (Itzehoer Hockey-Club/555/8. Platz) unter die Top Ten platzieren.
Jonah Letmathe vom SV Rethwisch wurde in der Schülerklasse mit dem Blankbogen mit 464 Ringen Sechster.
Florian Unruh (SSC Fockbek) beendete die Qualifikation als Vierter in der Herrenklasse. Im Finale schied er im ¼-Finale gegen den späteren Deutschen Meister Felix Wiesner (FSG Tacherding) aus und belegte am Ende den fünften Platz.

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